Glasgravur

Glasgefäße und deren Veredelung gibt es bereits seit ca. 1500 v. Chr. Im Lauf der Jahrhunderte wurde die Glasveredelung immer ausgereifter und kreativer.

Die schönste Art der Glasveredelung, die Glasgravur, ist schon seit dem 1.Jhdt. n.Chr. bekannt. Funde aus dem Nahen Osten und von den Römern beweisen das.

Das Gravurwerkzeug ist relativ einfach und seit Jahrhunderten praktisch unverändert. Heutzutage ist nur der früher verwendete Fußantrieb durch eine Elektromotor ersetzt worden.

Durch einen Riemen wird eine horizontale Welle angetrieben, an deren Ende sich eine sogenannte Spindel mit einem Rädchen aus Kupfer, Stein oder Diamant befindet. Diese Spindel kann problemlos, je nach Art der Gravur, ausgewechselt werden.

Bei der Bearbeitung hält der Künstler das Werkstück mit beiden Händen und führt es unten an das rotierende Rad. Durch die verschiedenen Körnungen der Schleifräder wird das Glas unterschiedlich tief geschnitten bzw. unterschiedlich stark aufgerauht. So erhält man ein Muster in verschiedenen Tönen, von nur oberflächlich bis tief geschnitten bzw. von fast durchscheinend bis undurchsichtig matt. Durch verschiedene Poliermittel kann man diesen Effekt noch verstärken.

Durch die jahrelange Übung und immer wieder neuen Herausforderungen erlange ich als Graveur das feine Gefühl, das Glas nach meinen Vorstellungen bearbeiten und formen zu können.

So wird dem Glas eine höhere Wertigkeit verliehen, und der einfache Gebrauchsgegenstand wird zum Kunstobjekt.

Neben der traditionellen Handwerkskunst möchte ich mich aber auch den modernen Techniken der Glasbearbeitung widmen.

Eine sehr gute Ergänzung ist das Sandstrahlen.

Hierbei werden, nach der Vorlagenbearbeitung am Computer, die Motive mittels lichtempfindlicher Folie auf das Glas aufgebracht, und danach in einer Kabine sandgestrahlt. So können zum Beispiel auch Firmenlogos exakt aufs Glas übertragen werden.